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Krasnodar Krai

Die Region Krasnodar ist die südlichste Grenzregion Russlands, reich an Sonnenschein und eine der am schnellsten wachsenden und gleichzeitig am stärksten energiedefizitären Regionen Russlands. Im Gegensatz zu den meisten anderen Regionen Russlands erreicht der Stromverbrauch der Region Krasnodar im Sommer seine Spitzenwerte aufgrund relativ milder Winter und heißer Sommer mit Temperaturen über 35°C, denn in fast allem Industriegebäuden, Büros und Privathaushalten werden Klimaanlagen zur Kühlung eingesetzt.

Die Region Krasnodar ist stromnetzseitig Teil des Vereinigten Energiesystems Russlands (UES), des Vereinigten Energiesystems (UES) des Südens und des regionalen Dispatch-Büros Kuban (RDU). Gegenwärtig produziert die Region weniger als die Hälfte der jährlich verbrauchten Elektrizität selbst. Der Rest wird aus benachbarten Stromnetzen importiert und auf dem Großhandelsmarkt gekauft. Gleichzeitig wächst der Energieverbrauch in der Region und wird nach Ansicht von Experten auch in Zukunft weiter zunehmen. Nahezu 100% der Energieerzeugungskapazitäten in der Region sind Wärmekraftwerke und mit Erdgas betriebene Gas-und-Dampf-Kombikraftwerke.

Die Energieverbraucher in der Region Krasnodar erleben häufig die negativen Auswirkungen einer Überlastung der Stromnetze, die sich in periodischen Stromausfällen und Stromnetzausfällen äußern. Gleichzeitig gibt es in der Region etwa ein Dutzend Siedlungen sowie eine Reihe von Erholungseinrichtungen und touristische Infrastruktur, die nicht zentral an das Stromnetz angeschlossen sind und daher höhere Stromerzeugungskosten haben. In Verbindung mit der hohen Sonneneinstrahlung (bis zu 1.700 kWh/m2/Jahr) befinden sich dort attraktive Standorte für die Entwicklung der Solarenergie.

Das ENABLING PV-Team veranstaltete in Krasnodar den ersten Runden Tisch zur Entwicklung der Solarenergie in der Region am 13. Dezember 2018 im Seminarraum des "Energy Institute of Qualification Enhancement of PJSC Kubanenergo" (EIPC). Am ersten Runden nahmen Vertreter von lokalen Unternehmen, die im Bereich der erneuerbaren Energien tätig sind, Vertreter des Ministeriums für Brennstoff und Energie und Wohnungsbau der Region, Vertreter verschiedener Ausschüsse der gesetzgebenden Versammlung der Region Krasnodar, Vertreter von drei lokalen Stromnetzbetreibern, darunter die regionale Tochtergesellschaft der ROSSETI - AG "Kubanenergo", Vertreter der Tourismusbranche der Region und weitere Gäste teil. Darüber hinaus fand ein Treffen mit dem Vizegouverneur der Region Krasnodar Wassilij Alexandrowitsch Schwets statt.

Der zweite Runde Tisch fand am 27. Mai 2019 zur Diskussion von Pilotprojekten mit deutscher und Krasnodarer Beteiligung statt. Im Zuge dessen wurden zahlreiche Einrichtungen in der Region besucht, die als Pilotstandorte für Solarenergieprojekte ausgewählt worden waren. Die Objekte wurden von Vertretern der regionalen Ministerien und des Departements für Investitionen und Entwicklung der Klein- und Mittelunternehmen in der Region Krasnodar ausgewählt.

Auf der Grundlage der beiden Besuche entwickelte sich eine enge und praktische Zusammenarbeit in folgenden Themen und Projekten:

  • Planung und Bau einer Photovoltaikanlage für den Eigenverbrauch auf einer Sportanlage in der Stadt Tihoretsk

  • Planung und Bau einer Photovoltaikanlage für den Eigenverbrauch auf einem Krankenhaus in Krasnodar

  • Machbarkeitsstudie für zwei Kindergärten im Abinsky-Bezirk, um diese mit PV-Systemen auszustatten, um einen Teil des Energieverbrauchs durch Solarstromerzeugung zu decken

  • Forschungs- und Fortbildungsprojekt für Verteilnetzbetreiber zu Fragen des Netzanschlusses und des Netzmanagements von PV-Mikroerzeugungsanlagen bis 15 kW Leistung.

Darüber hinaus wurden während der Rundtischgespräche enge geschäftliche und freundschaftliche Beziehungen zwischen dem ENABLING PV-Projektteam und der „Wissenschaftlich-technische Firma „Solar Center“ LLC geknüpft. Infolge dieser Zusammenarbeit wurde das Solarzentrum ein Teilnehmer am Projekt "Solar Schulen" in Krasnodar und leistete technische Unterstützung für die Demonstrationsanlage in Krasnodar. Weitere Informationen siehe hier.